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Wer noch mehr über unsere Arbeit wissen möchte, konkrete Fragen beantworten wir auch gerne per Mail: info@sos-martosdogs.de oder telefonisch: 0176-27 20 30 50
Warum Tierschutz in Andalusien?
Im Jahr 2010 erreichte uns ein Hilferuf von spanischen Tierschützern. Ihr Engagement für die Tiere ist in Andalusien Privatsache. Es gibt keine staatlichen Tierheime, die Schutzraum bieten. Ungewollte und überflüssige Tiere werden ausgesetzt, von der Müllabfuhr eingesammelt und wie Sperrmüll in Tötungsstationen entsorgt. Der Hunde- und Katzenalltag in Martos ist hart und grausam.
Aber wie sollen wir helfen – im 2.000 Kilometer entfernten Deutschland? Es gab keine Zeit zu verlieren, so verzweifelt war der Aufruf. Wir beschlossen, es einfach zu tun! Wir besuchten die Tierschützer-Gruppe im andalusischen Martos und entwarfen gemeinsam Pläne, wie wir eine Auffangstation erbauen könnten. Wir in Deutschland kümmerten uns hauptsächlich einmal darum, Freunde und Unterstützer zu gewinnen, die das Projekt finanziell mittragen wollen. Die Gemeinnützigkeit war uns inzwischen beschieden, so dass auch großzügige Spenden steuersenkend bescheinigt werden konnten.
Nach und nach wächst nun seit 2011 unser Refugio. In Eigenregie, mit freiwilligen Helfern und Spendengeldern von lieben Menschen, denen das Schicksal wehrloser Tiere nicht egal ist. Inzwischen finden in unserem Refugio knapp 50 Hunde Schutz vor der grausamen Tierentsorgung. Sie erhalten dort medizinische Versorgung, Futter – vor allem aber auch Zuwendung und Streicheleinheiten. Das großzügige Gelände, auf dem sich die Auffangstation befindet, bietet viel Platz zum Freilauf, den die Tiere mindestens einmal täglich genießen können.
Damit nicht nur Strohfeuer gelöscht werden, ist unser Einsatz in Andalusien wirksam in die Zukunft gerichtet. Wir wollen die Menschen erreichen und Umdenkprozesse in Gang setzen. Dass ein Welpe nicht als Fußball dient – darüber klären unsere spanischen Tierschützer unermüdlich auf. Sie gehen auf Wochenmärkte und in Schulen.
Natürlich kann eine Auffangstation immer nur Übergangslösung sein. Sie ersetzt keine Familie, die sich um ein wirklich krankes Tier individuell kümmert. Deshalb sucht unser spanisches Tierschutzteam engagierte Menschen, die einem Hund bis zur Vermittlung ein Zuhause geben können. Ein beachtliches Netzwerk an Pflegestellen ist inzwischen gewachsen und es werden immer mehr.
Martos ist ein kleines Fleckchen im heißen spanischen Süden. Gute Tierschutzarbeit spricht sich schnell herum. Der enge und offene Kontakt zu den Behörden ist ein weiterer Pluspunkt. Unser (privates!!!) Refugio ist inzwischen Anlaufstelle sowohl für die Polizei, die Hunde aufsammelt, als auch für die Bevölkerung. So kommt es oft schon vor, dass Hunde lieber direkt dort abgegeben werden. Ein Tropfen auf den heißen Stein? Für den jeweils betroffenen Hund ist es die Rettung.



